humanmonitoring

Concept / Themenfindung

Diplomarbeit: Sebastian Glaeser | Prüfer Prof. Erich Schöls | Zweitprüfer Prof. Braun
UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES. WUERZBURG. 2006
Dieser Raum ist es, den ich in seinem Verlauf sichtbar und ablesbar machen will.

Vielleicht ist mein Szenario weniger philosophisch als hier beschreiben, aber ich will meine sekundären Gedankengänge hier nicht außen vor lassen, da sie doch einen wichtigen Bestandteil des Prozesses Bilden. Ganz unphilosophisch habe ich mich in diesem Zusammenhang auch an Science Fiction Geschichten erinnert, welche oft in ihrer Kreativität und Unbefangenheit nicht zu unterschätzen sind. Dort gibt es Dinge wie: "...Nach unseren letzten Scans erreichen die Biozeichen der Menschen in diesem Gebiet ein kritisches Niveau... " (Ich habe zu diesem Thema einen Blog gefunden der sichin meterlangen Diskussionen alleine über Biozeichen und Biowerte befasst). An diesem Punkt wird auch emens ersichtlich, das ein solches System, in seiner maximal denkbaren Ausnützung betrachtet, auch maximal hypothetisch ist. Ich spreche hier nicht von Einzelanwendungen, sonder von einem möglichen Netzwerksystem. Rein technisch wäre dies weniger utopisch und nach dem heutigen Stand der Technik wohl auch möglich, aber ethisch bedingt wäre nach unseren derzeitigen Vorstellung ein solches System natürlich mehr als fraglich. Aus diesem Grund klammere ich diese Infragestellung aktiv aus, da diese Infragestellungen in vielen Bereichen einen Fortschritt bremsen und dadurch die Entdeckung eines möglichen positiven Nutzens verhindern.

Angehen werde ich dieses Projekt, indem ich mich mit unterschiedlichen visualisierungstechniken der möglichen Datenarten beschäftige. Diese sollen dann in Echtzeit gemessen und in Verbindung mit der gps-Verortung dargestellt werden. Es entstehen bei der weiteren Überlegung die unterschiedlichsten Abhängigkeiten zwischen Raum, Zeit und den Gemessenen Daten. Die Darstellung wird eine andere sein wenn sich der Mensch im Raum bewegt und sozusagen eine Systemische Spur hinter sich zieht, als wenn der Datenraum statisch ist also sich der Mensch nicht bewegt. Ebenso ist zwischen inneren Daten (vom Menschen erzeugte) und äußeren Daten (vom Menschen rezipierte) zu unterscheiden. Analysen über Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Komponenten sind sicherlich sinnvoll aber möglicher-weise nur eine Vorstudie zu einer wissenschaftlichen Analyse. Denn diese liegt schließlich fern meiner Kompetenz. Die Daten werden wohl durch Feldstudien  meiner Person entstehen, oder durch andere Testpersonen. Es sind, sozusagen als Ausblick die schon beschriebenen Netzwerkszenarien angedacht. Diese müssen natürlich simuliert werden, da hier eine Datenerhebung nicht möglich ist. So könnten durch neuartige Verknüpfungen und Darstellungsformen von "Human Monitoring-Daten" neue, andere Sichtweisen entstehen.